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Phyllostachys
Die Gattung Phyllostachys gehört neben Fargesia zu den wichtigsten Bambussen für die Gartengestaltung in Europa. Phyllostachys gehören zu den schönsten und spektakulärsten Bambussen für unsere Breitengrade. Sie können Halmdicken von ca. 8 cm in Deutschland (südlich der Alpen ca. 20 cm) und Höhen um die 15 m (Niederlande) erreichen. Dabei weisen die Halme und Blätter ein weitgefächertes Farbspektrum auf.
Die meisten Phyllostachys haben ihren Ursprung in China. Doch ist durch die lange Kultur eine genaue Landeszuordnung schwierig. Zudem sind durch Sämlinge oder Mutationen in anderen Länder neue Formen entstanden.
Phyllostachys wächst leptomorph. Er bildet lange unterirdische Rhizome und im Laufe der Jahre bildet sich ein Rhizomgeflecht aus. Aus diesen Rhizomen treiben dann im Frühsommer die Neuhalme aus oder es bilden sich an den Knospen neue Rhizomstränge. Darum müssen Phyllostachys durch Abstechen der Rhizome oder durch eine Rhizomsperre unter Kontrolle gehalten werden.
An den Halmen kann man eine wechselseitige Verzweigung beobachten. Dabei bildet sich immer ein Hauptzweig mit ein bis zwei Seitenzweigen aus. Über den Seitenzweigen kann man eine kleine Rinne (Sulcus) erkennen. Dieser Sulcus weist oftmals eine andere Farbe wie der Halm auf.
Phyllostachys-Arten bilden den Hauptlieferanten für Bambussprossen. Die
Bambushalme werden aber auch im Möbelbau, zum Bau von Häusern und zahlreichen
Gebrauchsgegenständen eingesetzt.

